Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Geschichte des Instituts

Institutsgeschichte Sprechwiss

Institutsgeschichte Sprechwiss

Institutsgeschichte Sprechwiss

1905
Einrichtung eines außerplanmäßiges Lektorates für Vortragskunst an der halleschen Universität

Dez. 1905
Dr. phil. Ewald Geissler wird vom Kurator und vom Minister als Lektor für Vortragskunst bestätigt, jedoch ohne "Remuneration" oder sonstige Vergütung für seine Tätigkeit.

SS 1906
Erstmaliges Angebot von Lehrveranstaltungen zur Sprecherziehung an der damaligen Vereinigten Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg durch Ewald Geissler

ab 1907
Erweiterung des Themenkreises durch "Rhetorische Übungen, besonders in freier Rede", "Übungen im Vortrag von Dichtungen", "Phonetische Übungen zur deutschen Hochsprache" u.v. a. m.

ab SS 1909
Erste interdisziplinäre Tätigkeit Ewald Geisslers durch Kooperation mit dem Germanisten und Metriker Franz Saran, u.a. gemeinsame Duchführung von Lehrveranstaltungen zur Deutschen Verslehre

Nov. 1910
Gründung einer "Phonetischen Sammlung" durch den halleschen Germanisten und Phonetiker Prof. Dr. Otto Bremer   

1917
Annahme einer Lektorstelle für Vortragskunst von Ewald Geissler an der Universität Erlangen

30.08. 1917
Bewerbung um das freigewordene hallesche Lektorat für Sprechtechnik und Vortagskunst durch Dr. phil. Richard Wittsack   

06.01.1919
Beschluss des Senats, Richard Wittsack das Lektorat zu übertragen und Anstellung mit Wirkung vom 01.02.1919

SS 1919
Aufnahme der umfangreichen und vielseitigen Lehrtätigkeit Richard Wittsacks

11.11.1922
staatliche Anerkennung der "Phonetischen Sammlung" Otto Bremers durch Ministerialerlass, d.h. ihre Selbstständigkeit wurde damit verfügt.

1923
Umwandlung des außerplanmäßigen Lektorates in ein planmäßiges Lektorat

ab 1925
Anlegung einer sprechkundlichen Sammlung durch Richard Wittsack

1929
Einrichtung der "Abteilung für Sprechkunde" im "Seminar für Deutsche Philologie" auf der Grundlage des inzwischen von Richard Wittsack geschaffenen Lehrmittelbestandes

1935
Einrichtung einer Sonderabteilung für Stimm- u. Sprachstörungen mit entsprechenden Therapiemöglichkeiten

1936
Tod Otto Bremers

01.04.1937
Übertragung der „Phonetischen Sammlung“ Otto Bremers zur weiteren wissenschaftlichen Betreuung an Richard Wittsack

20.04.1937
Ernennung Richard Wittsacks zum Honorarprofessor

1938
Gründung eines selbstständigen „Institutes für Sprechkunde“, des ersten Institutes seiner Art in Deutschland.

24.01.1946
Bestätigung Richard Wittsacks als Direktor des Institutes gemäß Erlass des Präsidenten der Provinz Sachsen

01.02.1946
Wiedereröffnung der halleschen Universität

1947
Fusion des sprechkundlichen Institutes mit der „Phonetischen Sammlung“ Otto Bremers zum „Institut für Sprechkunde und Phonetische Sammlung“

1948
Ernennung Richard Wittsacks zum Professor mit Lehrauftrag

1951
Ernennung Richard Wittsacks zum Professor mit vollem Lehrauftrag

06.03.1952
Tod Richard Wittsacks

WS 1952/53
Einführung des Diplomstudienganges „Germanistik in Verbindung mit der Ausbildung in Sprechkunde“ nach einem Studienplan von Richard Wittsack.
Der Studiengang ermöglicht erstmals eine reguläre akademische Ausbildung künftiger Fachvertreter.

1952
Dr. phil. Hans Krech, ein Schüler Richard Wittsacks, übernimmt die Leitung des Institutes und als erster Vertreter der Sprechwissenschaft in Halle die Lehre in einem universitären Studiengang, der bereits sämtliche Teildisziplinen des Faches umfasste.
Arbeitsschwerpunkte: Stimm- und Sprachheilkunde, Phonetik, Sprechkunst

1954
Habilitation von Hans Krech, der damit der erste habilitierte Fachvertreter am halleschen Institut war.

1956
Einrichtung eines fachlich eigenständigen Diplomstudienganges „Sprechwissenschaft und Sprecherziehung“;
Mit der Einrichtung dieses Studienganges sichert Hans Krech dem Fach endgültig den Status einer selbstständigen universitären Disziplin mit Promotions- und Habilitationsrecht.

ab 1956
Wissenschaftlich-theoretische Fundierung des Faches durch eine intensive sprechwissenschaftliche Grundlagen- und angewandte Forschung.  
Als Beispiel seien 3 besondere Schwerpunkte genannt.

1958
Berufung von Hans Krech zum Professor für "Angewandte Phonetik und Sprachheilpädagogik"

1960
Berufung Hans Krechs als ersten Hochschullehrer Deutschlands auf eine Professur mit der Denomination „Sprechwissenschaft“.

1960
Gründung einer eigenständigen Fachrichtung Sprechwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

12.04.1961
Tod Hans Krechs

1961-1967
Leitung des Institutes durch Dr. phil. Eduard Kurka;  
Arbeitsschwerpunkte: Stottertherapie sowie Rhetorik.

1964
Publikation des Wörterbuches der deutschen Aussprache

1967-1976
Leitung des Institutes durch Dr. phil. Eberhard Stock;

1973
Berufung Eberhard Stocks zum Professor für Sprechwissenschaft;  
Arbeitsschwerpunkte: Phonetik, Phonologie und die Intonationsproblematik

1976-1981
Leitung des Institutes durch Dr. phil. Eva-Maria Krech;  
Forschungsschwerpunkte: Phonetik, Sprechkünstlerische Kommunikation

1981-1993
Leitung des Institutes durch Eberhard Stock;

1990
Berufung von Eva-Maria Krech zur außerordentlichen Professorin für Sprechwissenschaft/Vortragskunst

1992
Berufung von Eva-Maria Krech zur Professorin für Sprechwissenschaft;
damit Einrichtung der ersten Professur nach neuem, bundesdeutschen Recht

ab 1992

  • Fortführung des Diplomstudienganges
  • Erarbeitung einer neuen Studien- und Prüfungsordnung,
  • Einrichtung von Magisterstudiengängen im Haupt- und
    Nebenfach für Sprechwissenschaft und Phonetik
  • Neugestaltung von Lehrangeboten

1993-1998
Leitung des Institutes durch Eva-Maria Krech;

1994
Einführung eines örtlichen Numerus clausus für den Diplom- und
die Magisterstudiengänge aufgrund der sehr hohen Studentenzahl

1990-1995
Fortführung der traditionsreichen Orthoepieforschung durch ein von der VW-Stiftung finanziell gefördertes Projekt „Neubearbeitung des Wörterbuches der deutschen Aussprache„   (Kooperation mit dem Phonetischen Institut der Universität Köln)

1998
Berufung von Dr. phil. Lutz-Christian Anders zum Professor für Sprechwissenschaft und Phonetik
Arbeitschwerpunkte: Phonetik, Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen

1998-2000
Leitung des Institutes durch Lutz-Christian Anders;

01.04.1999
Berufung von Dr. phil. Ursula Hirschfeld zur Professorin für Sprechwissenschaft mit dem Schwerpunkt Phonetik

2008
Leitung des Seminars für Sprechwissenschaft und Phonetik durch Baldur Neuber

seit 2008
zweijährlich alternierende Seminarleitung durch Ursula Hirschfeld und Baldur Neuber

ab WS 2006
Einrichtung eines 180-Punkte-Bachelor-Studiengangs „Sprechwissenschaft“

ab WS 2009
Einrichtung eines 120-Punkte-Master-Studiengangs „Sprechwissenschaft“

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